Konrad-Zuse-Schule


Begabtenförderung

LEMAS

Leistung macht Schule – „LEMAS“

„Wir wollen erreichen, dass junge Menschen ihre Talente entfalten können – unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem Geschlecht oder ihrem sozialen Status. Das gelingt am besten, wenn sie in der Schule individuell gefördert werden. “

(Anja Karliczek, MdB Bundesministerin für Bildung und Forschung)

Auf dem Weg zur „LEMAS“ Schule
Die ZSL (Zuse-Schule-Langenberg) ist aufgrund ihrer Teilnahme im „Zentrum für Begabungsförderung“ zum Forschungsprojekt „LEMAS“ gekommen. Im Rahmen dieser dreijährigen Fortbildungsveranstaltung, die maßgeblich durch die Westfälische Wilhelms-Universität Münster in Verantwortung von Prof. Dr. Fischer geleitet und begleitet wurde, entwickelten Frau Ellen Kaptain (Didaktische Leitung) und Carolin Arend (Koordinatorin für Unterrichtsentwicklung) bereits bestehende Projekte zur individuellen Förderung weiter. Dazu tauschten sie sich regelmäßig mit Kolleginnen der Netzwerkschulen in Nieheim und Amshausen aus.
2019 endete die Netzwerkarbeit mit der Verleihung des Zertifikats.

„Leistung macht Schule“
Die Initiative „Leistung macht Schule“ besteht seit 2018. 300 Schulen, die sich auf das gesamte Bundesgebiet verteilen, nehmen an dem zehnjährigen Projekt teil. Das Besondere an LEMAS ist: Es ist ein deutschlandweites Projekt, dass durch die Universitäten wissenschaftlich begleitet und durch die Bundesregierung gefördert wird. Die Projektschulen entwickeln gemeinsam mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen leistungsförderliche Leitbilder und didaktische Konzepte, um Schüler und Schülerinnen noch gezielter und individueller zu fördern und zu begleiten.

Das Projekt besteht aus zwei Phasen. Die erste Phase endet im Jahr 2022. Neben regionalen Tagungen findet einmal jährlich eine bundesweite Jahrestagung statt. So fand beispielsweise die Tagung 2020 zum Thema „Begabungen erkennen – Potentiale entfalten – Persönlichkeiten entwickeln“ in Leipzig digital statt. Im Rahmen dieser Tagung kann man Workshops oder Diskussionsrunden besuchen. Außerdem bietet es auch die Gelegenheit, mit den teilnehmenden Projektschulen in den Austausch zu treten. Die Begleitung durch die Universitäten erfolgt durch Schulbesuche vor Ort, durch den Einsatz von Diagnoseverfahren, Videokonferenzen oder die gemeinsame Erstellung von Materialien.

„Literarisches Schreiben“ – Das „LEMAS Projekt“ der ZSL

Die ZSL arbeitet im Rahmen des Projektes mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Laudenberg zum Thema „Literarisches Schreiben“. Im Zentrum steht die Entwicklung von Schreibaufgaben, die die Auseinandersetzung mit Literatur auf kreative Art und Weise fördern. Nach einem Schulbesuch im Jahr 2018 fand im Schuljahr 2019/2020 eine Testung aller Schüler und Schülerinnen des Jg. 6 im Bereich „Schreiben“ statt. Die Testung umfasste Aufgaben zum Wort „schreiben“, z.B. mussten Reimwörter gefunden werden. Ziel war es, Begabungen im Bereich des Kreativen Schreibens herauszufinden und weiter zu fördern. Auf Grundlage der Ergebnisse aus der Testung bekommen Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit weitere Aufgaben zu bearbeiten. Die Hochschule hat passend zum Roman „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ eine Arbeitsmappe entwickelt. Dieser Roman wird momentan im Jg. 6 gelesen.

Pläne und Ziele

„Sicherlich ist es unser Ziel die Testung auch in anderen höheren Jahrgängen durchzuführen“, äußerte sich Frau Rotgeri, die das LEMAS Team seit 2020 verstärkt. Frau Arend ergänzt: „Auch der Einsatz der Arbeitsmappen zum Roman stehen für dieses Schuljahr auf der Agenda. Coronabedingt kommen sie erst jetzt zum Einsatz. Außerdem haben wir auf der Tagung im September ein interessantes Buch vorgestellt bekommen („Dry“ Neal Shustermann). Zu diesem Buch, das sich eher für die höheren Jahrgänge anbietet, können wir uns vorstellen, ebenfalls gemeinsam mit dem Team der Pädagogischen Hochschule eine Arbeitsmappe zu entwickeln, zu testen und zu evaluieren.“
Generell soll die Förderung des Kreativen Schreibens fokussiert werden. Dieses Teilziel konnte bereits in Ansätzen umgesetzt werden, wie die Autorenlesung im Oktober unter Beweis gestellt hat. Der Jahrgang 8 nutzte diese, um sich kreativ mit der Romanvorlage „Trainkids“ von Dirk Reinhardt auseinanderzusetzen. Weitere Einsatzmöglichkeiten bietet z.B. der Dalton Day. Denn in den Jg. 5 bis 9 wird an der ZSL in jedem Jahrgang eine Lektüre gelesen. Das Lesen mit dem kreativen Schreiben zu verbinden, ist sicherlich ebenfalls ein Ziel, das mit der Teilnahme am LEMAS Projekt an Bedeutung gewinnt. Des Weiteren erarbeiten Frau Rotgeri und Frau Arend ein Konzept zum Einsatz des FFP Projektes (Forder-Förder-Projekt).