Konrad-Zuse-Schule


Nachhaltigkeit

„Nachhaltigkeit in aller Munde“ - Gärtnern in Kisten
WP I Kurs pflanzt Gemüse in Minihochbeeten an#


Im Rahmen der Unterrichtsreihe „Nachhaltigkeit in aller Munde“ befassen sich die Schüler und Schülerinnen des Hauswirtschaftskurses 10 zurzeit mit dem Projekt „Gärtnern in Kisten“. „Gärtnern in Kisten“ liegt im Trend. Auch in Großstädten wie Berlin, wo dieser Trend im so genannten Prinzessinnengarten entstanden ist, boomt der Anbau von Obst und Gemüse in Bäcker- oder Weinkisten. Da die Schüler und Schülerinnen sich seit Schuljahresbeginn unter anderem mit den Kriterien einer nachhaltigen Ernährung befassen, aber diese gerade aufgrund der Hygienebestimmungen in der Schulküche nicht praktisch anwenden können, suchte Frau Arend nach Alternativen, um dem Kurs praktisches Arbeiten zu ermöglichen. Die Idee zum Gärtnern in Kisten entstand und der Schulgarten im Innenhof der Konrad-Zuse-Schule bietet perfekte Anbaumöglichkeiten. Bereits vor zwei Jahren wurden aus Weinkisten kleine Minihochbeete, die genauso wie ihre großen Vertreter funktionieren.


Was macht ein Hochbeet so besonders?
Das Anpflanzen im Hochbeet hat den Vorteil, dass sich die Beete schneller erwärmen. Außerdem können auch frostempfindliche Pflanzen angebaut werden, da sie nicht direkt in der Erde angebaut werden. Auf diese Weise kann das ganze Jahr im Hochbeet gepflanzt und geerntet werden, sofern die Anbaubedingungen der Pflanzen beachtet werden. Natürlich ist die Auswahl an geeigneten Gemüsesorten in den Herbst- und Wintermonaten geringer als im Frühjahr oder Sommer.
Da wir uns im Rahmen der Unterrichtsreihe auch mit saisonalem Gemüse befassten, entschieden wir uns zunächst für den Anbau von Feldsalat. Feldsalat ist eine beliebte Salatsorte, die den Körper im Winter mit vielen Vitaminen versorgt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Feldsalat auch bei geringen Temperaturen noch gut wächst und sogar leichten Frost verträgt. Für Feldsalat gibt es unzählige Rezepte. Er eignet sich für Smoothies, Pesto oder auch als raffinierte Beilage in Kombination mit Walnüssen, Ziegenkäse und roter Bete.

„Gärtnern in Kisten“ - Die ersten Schritte
Der Schüler Manuel Rosendahl aus der 10a berichtet nun stellvertretend für den Kurs:
Zunächst entfernten wir die alte Erde und das Laub, das zu dieser Jahreszeit fällt, aus den Kisten. Ein Hochbeet besteht aus verschiedenen Schichten, die nun von uns angelegt werden mussten. Die unterste Schicht bildeten alte Äste. Diese waren noch gut erhalten und mussten nicht ausgetauscht werden. Auf die Äste wurde Laub, Moos und Rasenschnitt verteilt. Zuletzt kommt Blumenerde darauf oder spezielle Hochbeeterde aus dem Baumarkt, die bereits mit Nährstoffen angereichert ist, so dass die Pflanzen optimal mit Nährstoffen versorgt werden. In die Erde pflanzten wir nun den Feldsalat. Dafür wurde das Saatband im Abstand von circa 15 Zentimeter ausgelegt und mit Erde bedeckt. Die Saatbänder wurden ausreichend gewässert und mit Vlies bedeckt, um zusätzlich Wärme zu stauen und die Pflanzen vor Kälte und Frost zu schützen.


„Nun müssen wir auf gutes Wetter hoffen, denn der Feldsalat braucht zehn bis 15 Grad, bis er keimt“, verrät Manuel aus der 10a, „und wenn es optimal läuft, können wir vor Weihnachten ernten.“


Wer mehr über das Projekt „Gärtnern in Kisten" erfahren möchte, der sollte regelmäßig auf dieser Seite vorbeischauen. Denn der Kurs wird in regelmäßigen Abständen über den Zustand der Beete informieren und weitere Gemüsesorten anpflanzen und hoffentlich ernten können.